Der Bau der ersten Bremer Autobahn

Das Bild zeigt einen Militärtransport auf der Bremer Autobahn
27. November 1937
Autobahnzubringer Freihäfen, Bremen
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Am 25. November 1933 erfolgte der Baubeginn einer Autobahn in Bremen. Der erste Spatenstich wurde mit viel Propagandaaufwand und der Bau als gelungene Arbeitsbeschaffungsmaßnahme dargestellt.

Dieses Video wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Landesfilmarchiv, Bremen.

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Tatsächlich setzte man zum Bau in der Mehrheit Notstandsarbeiter ein. Gab es im April 1931 im Arbeitsamtsbezirk Bremen noch 467 Notstandsarbeiter, sank ihre Zahl bis zum 31. März 1932 auf 4. Die Nationalsozialisten brauchten sie jedoch, um ihre ehrgeizigen Bauvorhaben verwirklichen zu können, und so waren am 31. Januar 1934 bereits 2.588 registriert.

Während der Bauphase, die für die Anwohner sehr anstrengend war, fand vom 9. bis 24. Juni 1934 auf der Bürgerweide die Leistungsschau der bremischen Wirtschaft statt. Die politische Führung der Stadt wollte sie als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten verstanden wissen. Diese später auch als Braune Hansamesse bezeichnete Veranstaltung wurde vom Institut für deutsche Wirtschaftspropaganda geplant und organisiert.

Am 25. Juli 1936 wurde die Autobahn von Bremen nach Hamburg für den Verkehr freigegeben. Am 27. November 1937 erfolgte mit der Eröffnung der sogenannten Blocklandautobahn eine Verlängerung des Bremer Abschnitts. Das neue Stück besaß zwei Abfahrten (Bremen-Mitte und Lesum) und wurde im Beisein von Fritz Todt, dem Generalinspekteur des deutschen Straßenwesens, eingeweiht.

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