KZ Farge

KZ-Häftlinge beim Bau des Marine-Bunkers
10. April 1945
Neuenkirchener Heide, Bremen
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Im Oktober 1943 wurden 3.000 polnische, französische und sowjetische Häftlinge aus unterschiedlichen Lagern ins neue KZ Farge verlegt. Dort sollte der U-Boot-Bunker „Valentin” entstehen. Für den Bau wurden insgesamt etwa 13.000 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in die Nähe Farges deportiert, von denen die meisten außerhalb Bremens gefangen gehalten wurden.

Bericht über den Besuch der Baracke Wilhelmine Schwanewede

Die Lager lagen etwa drei bis vier Kilometer von der Baustelle entfernt und bestanden unter anderem aus einem unterirdischen Treibstoffbunker mit provisorischem Dach und einigen Baracken. Lagerleiter des KZ Farge war der Hauptsturmführer der Reserve der Waffen-SS, Ulrich Wahl.

Die Bewachung der Lager und der Bunkerbaustelle erfolgte durch 600 Marinesoldaten aus dem Marinegemeinschaftslager I. Insgesamt befanden sich sieben Lager in dem Heidegebiet zwischen Farge und Schwanewede. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren sehr schlecht, und mindestens 553 der Insassen kamen ums Leben. Während der Bauarbeiten am Bunker starben insgesamt vermutlich bis zu 2.000 Menschen.

Nachdem die Lager Bahrsplate und Schützenhof geräumt und ihre Gefangenen ins Lager Farge verlegt worden waren, befanden sich dort zeitweise über 5.000 Personen. Am 10. April 1945 wurde auch das Lager Farge geräumt. Die gesundheitlich angeschlagenen Häftlinge wurden mit einem Zug zu einem Lager in Sandbostel transportiert, die anderen mussten dorthin marschieren. Eine letzte Gruppe brachte man mit dem Zug zurück ins KZ Neuengamme.

Dieses Video erinnert an die Bremer KZ

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