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Zwangsarisierung

Zwangsariesierung von Kinos aus jüdischer Hand

Seit 1912 betätigte Simon Horwitz sich in Bremen als Filmkaufmann. Zusammen mit seinen Söhnen betrieb er vier Filmtheater, die sog. „Skala-Theater“, und zwar in der Faulenstr. 56, am Ohlenhof 6-8, in der Oslebshauser Heerstr. 125 sowie in der Woltmershauser Str. 223. Die Kinos waren immer gut besucht, Julius bewies im Umgang mit der Ufa viel […]

“Brauner Laden”, ein ganz normales Kleidungsgeschäft in Hastedt

An der Hastedter Heer Str. 313 (heute führt das Haus die Nummer 233/235) führte der Kaufmann F. Budde ab 1939 ein  nicht ganz normales Kleidungsgeschäft, denn Budde verkaufte in seinem Laden, wie man seinen Rechnungen entnehmen kann, “Vorschriftsmäßige Ausrüstung für sämtliche Gliederungen der NSDAP / DAF.-Anzüge und -Mäntel / Werkschar / Kyffhäuser / Teno / […]

Siegfried Rennberg, jüdischer Pferdehändler

Siegfried Rennberg wurde 1879 in Wildeshausen geboren und lebte in seinem Wohn- und Geschäftshaus in der Admiralstraße 23. Als Pferdehändler besaß er auch eine größere Weide am Lehester Deich, die er erst 1936 für 8000 RM erworben hatte. Als jüdischer Mitbürger sah er sich im Februar 1939 gezwungen nach Belgien zu fliehen, wo ihm dem […]

Siegmund Wolff, jüdischer Kaufmann aus Vegesack

Die Mitglieder der Familie Wolff waren in Bremen-Vegesack durch ihr kulturpolitisches Engagement bekannt und angesehen – sie konnten als Vorzeigebeispiel assimilierter deutscher Juden gelten. Siegmund Wolff, geboren 1863 in Vegesack, hatte lange Zeit dem dortigen Stadtrat angehört und war Inhaber eines Betten- und Manufakturwarengeschäftes. Verheiratet war er mit Selma, geborener Bry. Sein Vetter Jacob Wolff […]

Richard Holst, »arischer« Kaufmann, kein ehrlicher Händler

Holst betrieb mit seinem Geschäftspartner Bremer das Bekleidungsgeschäft »Holst & Bremer« Vor dem Steintor 153. Das Nachbarhaus Nr. 155 gehörte Selma Beverstein (geb. Rothschild).  Seit 1925 mieteten Holst & Bremer auch das Ladenlokal Beversteins, da sie ihr Hauptgeschäft erweitern wollten. Von 1929 bis 1935 war Holst Rechnungsführer des Reichsbundes des Textileinzelhandels, dann von 1935 bis […]

Das Haus Reddersen

Die am 4. September 1898 im Luisental eröffnete „Bremische Idiotenanstalt“ war die erste Pflege- und Erziehungsstätte für körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Bremen. 1908 wurde die Einrichtung nach ihrem Gründer in “Haus Reddersen” umbenannt. Während der NS Gewaltherrschaft stand sie vor ihrer Auflösung; 1934 wurde das Haus in das Programm der Zwangssterilisierung […]

Ausstellung “entartet” – beschlagnahmte Bremer Künstler im Nationalsozialismus

Die berüchtigte NS-Aktion „Entartete Kunst“ traf nicht nur 1.400 überregional bekannte, prominente Künstler, sondern auch eine Vielzahl Bremer Maler und Bildhauer. 1937 wurden im Zuge zweier „Säuberungsaktionen“ der Nationalsozialisten ca. 20.000 Werke aus deutschen Museen entfernt. Das sog. Beschlagnahme-Inventar nennt 22 Künstler aus Bremen und dem Bremer Umland und die stattliche Zahl von ca. 230 […]