René Thirion ist dem Nazi-Terror entronnen. An das Schicksal der NS-Opfer erinnerte die Landesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) bei einer Gedenkveranstaltung in Gröpelingen. Im Schützenhof befand sich von Dezember 1944 bis April 1945 ein Außenlager des KZ Neuengamme. Dort war der Belgier Thirion bis zum 7. […]
Als 1975 für die Einfahrt zur Sportschule ein Teil des alten Weserdeiches abgetragen wurde, wurden an dieser Stelle drei nebeneinanderliegende Skelette freigelegt. Die Zeitzeugen Heini Reichel und Willy Hundertmark von der VVN-BdA in Bremen, begaben sich nach Erscheinen der Pressemeldung über Skelettfunde im Weser Kurier sofort zur Fundstelle. Diese war zwar nicht mehr vorhanden, aber die Arbeiter bestätigten […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn] Am 11. 4. 1985 besuchte eine Gruppe jüdischer Frauen aus Ungarn und Israel auf Einladung des Bremer Senats die Stätten ihres Leidens auf dem Gelände der ehemaligen Kasernen in Huckelriede. Ab August 1944 wurden 500 ungarische Jüdinnen, die ursprünglich aus dem KZ Auschwitz-Birkenau kamen über das KZ […]
Am 5. Juli 1925 wurde von der Israelitischen Gemeinde Bremen in einer Villa in Gröpelingen ein eigenes Altersheim eingerichtet. Initiatoren waren Dr. Leopold Rosenak, der erste Rabbiner der Gemeinde, der Bremer Kaufmann Jacob Meyer sowie die Geschäftsinhaberin Auguste Michel. Letztere wurde nach kurzer Zeit Vorsitzende der Administration und übte diese Funktion bis zu ihrer Flucht […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCH[/fn]Pastor Thiefenthal war der „Pastor des Bremer Westens“. 1932 folgte ihm Pastor Friedel Denkhaus nach, der die Gemeinde durch die Zeit von nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und Krieg führte. Während der Zeit des Nationalsozialismus gehörte die Immanuel-Gemeinde mit einigen wenigen Bremer Kirchengemeinden der Bekennenden Kirche an. Die Bekennende Kirche war […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn]Am 5. März 1933 fand die letzte Reichstagswahl statt, die NSDAP erhielt 45,9% der Stimmen; für Bremen lagen die Ergebnisse weitaus niedriger: Die Nazis erhielten hier 32,6% der Stimmenanteile. Bereits am 6. März 1933 marschierten die Faschisten mit ihren uniformierten Verbänden der SA, SS und des Stahlhelms auf […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn]Die Internationale Arbeiterhilfe ( IAH ) bestand seit 1921 und war eine Hilfsorganisation besonders für in Not geratene Arbeiter und deren Familienangehörige. Ihren Sitz hatte die Bremer Organisation der IAH in der Hankenstr. 21/22 Am Mittwochnachmittag des 1. März 1933 erschien ein Polizeikommando vor dem Hause der IAH […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn]Über dem Eingang des Gerichtshauses (an der Domsheide) sind zehn Tafeln zu sehen, die die Gebote Gottes darstellen. Mit der Machtübernahme der Faschisten wurden diese Tafeln den Blicken der Bremer entzogen. Ein Klempnermeister war mit der Änderungsarbeit beauftragt.
Das jetzige Wilhelm Wagenfeld Museum am Anfang des Ostertors wurde 1828 als sogenanntes „Detentionshaus“, ein Gefangenenhaus, gebaut. Bereits die Giftmörderin Gesche Gottfried war hier 1828 inhaftiert, bevor man sie auf dem Domshof hinrichtete. Sowohl Obdachlose, Kleinkriminelle, Prostituierten, aber auch politisch Verfolgten, wie nach dem Scheitern der Räterepublik, wurden hier von der Bremer Polizei festgehalten. Als […]
Während der Kriegsjahre unterlagen die Nahrungsmittel einer strengen Rationierung. Wegen des herrschenden Mangels an Lebensmitteln aller Art wurden Ratten auch die unmittelbaren Nahrungsfeinde des Menschen. In den Bremer Nachrichten ruft die Reichsarbeitsgemeinschaft zur Schadenverhütung zur Rattenbekämpfung auf. Im gesamten Reichsgebiet soll es zu der Zeit 80 Millionen Ratten gegeben haben.