(Anti-) Kolonialdenkmal

Ansicht des Kolonialdenkmals in Bremen
Kolonialdenkmal
Historische Ansicht des Kolonialdenkmals, der Elefant, Bremen
Historische Ansicht des Kolonialdenkmals
1. Januar 1933
Nelson Mandela Park (an der Gustav Deetjen Allee), Bremen

Der „Elefant“ wurde als Reichskolonialehrendenkmal 1931 errichtet, im Juli 1932 eingeweiht und am 19.09.1989 in Antikolonialdenkmal umbenannt. Zweck des Denkmals war die Erinnerung an die ehem. deutschen Kolonien in Afrika und in der Pazifik zu derer Eroberung einige Bremer einen zweifelhaften Beitrag erbracht haben. Hier gilt es insbesondere Adolf Lüderitz zu erwähnen, der für das deutsche Kaiserreich Südwest-Afrika als Kolonie erwarb, das hiesige Namibia. Aber auch Hauptmann Paul von Lettow-Vorbeck, der verantwortlich war für Niederschlagen des Madji-Aufstandes in Deutsch Südwest. Er erhielt großen Zuspruch in Bremen, wo man sogar eine Kaserne nach ihm benannte.
Der Kaufmann Eduard Achelis sprach in seiner Funktion als Vorsitzender der Abteilung Bremen der Deutschen Kolonialgesellschaft  am 6. Juli 1932 bei der Einweihung des „Reichskolonialehrendenkmals“.

Keine Erwähnung fand der Völkermord der deutschen Truppen Anfang des 20. Jahrhunderts an die Herero und Lama in Südwest-Afrika, bei dem ca. 80.000 Einheimischen umkamen. Inzwischen wurde dieser Völkermord 2021 von der Bundesregierung anerkannt.

In der NS-Zeit stand das Denkmal im Mittelpunkt von Bestrebungen der Bremer Nationalsozialisten, aus Bremen eine „Stadt der Kolonien“ zu machen. Sie organisierten Mai 1938 in Bremen dazu eine Reichskolonialtagung.

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Diese Seite wurde zuletzt am 10. September 2021 geändert

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