Selma Zwienicki ermordet in der Neustadt

Dieses Bild zeigt die Sterbeurkunde von Selma Zwienickis
Selma Zwienickis Eintrag in Yad Vashem
9. November 1938
Hohentorstraße 49 / 53, Bremen

In der Hohentorstraße 49/53, heute Fasslager der Becks‘ Brauerei, befand sich die Fahrradhandlung der Familie Zwienicki. Am 9. November 1938, die Reichspogromnacht, drangen abends SA-Männer des Sturmbanns III/75 in das Haus ein. Selma Zwienicki wurde von Joseph Heike, SA-Obersturmführer, vormals Verkäufer und Dekorateur, in ihrem Schlafzimmer erschossen. Vermutlich suchten sie ihren Mann. Er konnte mit den vier Kindern fliehen. Die Täter berichteten ihren Vorgesetzten im Gossel-Haus am Buntentorsteinweg zynisch „Widerstand wurde entgegengebracht … bei der Firma Zwienicki. Verletzt wurde niemand. Tödlich verletzt wurden zwei Personen.“ Die andere Person war Heinrich Rosenblum.

Die Täter wurden nie verurteilt, entweder weil sie im Krieg gefallen waren, oder weil dem Gericht nicht ausreichend Beweismaterial vorgelegt werden konnte.

An Selma Zwienick wird mit einem Stolperstein erinnert. Zur Einweihung sprach ihr Sohn Rabbi Jacob.

Veröffentlicht am

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Oktober 2020 geändert

Ein Hinweis zu “Selma Zwienicki ermordet in der Neustadt”

  1. Betr. Zwienicki
    Es wäre ja nett, wenn ihr wenigstens mal die Quelle mit Autorinnenname nennen würdet – die beigefügte Kartei ist nicht die, die die Stadt ausgestellt hat.

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