Bunkerbemalung Grasberger Straße/Pastorenweg

Das Bild zeigt die Bemalung des Bunkers auf der Seite des Pastorenwegs in der Grasberger Straße
Das Bild zeigt die Bemalung des Bunkers auf der Seite Pastorenweg in der Grasberger Straße
1. Januar 1938
Bremen
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Am Bunker an der Ecke Grasbergerstraße/Pastorenweg befindet sich ein großes Wandbild mit vielen Hinweisen auf die Geschichte des Stadtteils Gröpelingen. Es wurde vom Bremer Professor Jürgen Waller angefertigt und auf Initiative der Geschichtswerkstatt Gröpelingen 2009 vom Künstler selbst restaurierter.

Auf dem Bild wird u.a. verwiesen auf die Bremer Räterepublik, die Ende des Ersten Weltkrieges entstanden ist. Mehrere Mitglieder des Betriebsrates der AG Weser, der auf dem Wandbild dargestellt wird, beteiligten sich aktiv an der Gründung der Bremer Räterepublik am 10. Januar 1919. Nach der Zerschlagung dieser Räterepublik durch die reaktionären Gerstenbergertrupp- und das Freikorps Caspari wurde 1922 auf dem Waller Friedhof ein von Bernhard Hoetger geschaffenes Pieta-Denkmal zur Ehrung der gefallenen Kämpfer auf Seite der Räterepublik aufgestellt. Das Denkmal, das 1933 von den Nazis zerstört wurde, ist ebenfalls auf dem Bunker wieder zu finden.

Rechts unterhalb der Pieta stehen drei Personen, von dem einer Häftlingskleidung trägt. Hierbei handelt es sich um Carl von Ossietzky. Seine Person verweist auf die Moorlager, in denen die Nazis auch viele bremischen Widerstandskämpfer inhaftierten. Neben Ossietzky stehen Maria Krüger, langjährige KPD-Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft, sowie Hermann Prüser, der als KPD-Abgeordnete noch nach der Machtergreifung der Nazi in der Bürgerschaft eine Rede halten konnte.

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