Jüdischer Friedhof in Hastedt

9. November 1938
Deichbruchstraße, Bremen
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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der jüdische Friedhof in Hastedt von den Nationalsozialisten verwüstet; viele jüdische Gräber wurden geschändet. In der Friedhofskapelle wurde von der SA-Truppe Feuer gelegt. Sie zerschlugen die Beerdigungsgeräte und verwüsteten viele der Gräber. Einige Tage nach der Pogromnacht mussten mehrere männliche jüdische Jugendlichen auf dem Jüdischen Friedhof in Hastedt die in der Pogromnacht in Bremen ermordeten Heinrich Rosenblum und Selma Zwienicki begraben, während die jüdischen Frauen einen großen Kreis um sie bildeten. Die erwachsenen jüdischen Männer waren zu diesem Zeitpunkt im KZ Sachsenhausen inhaftiert.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Friedhof auch durch einen alliierten Bombenangriff stark zerstört.
Gleich nach Kriegsende wurden die ersten Zerstörungen auf dem Friedhof beseitigt. Am 8. Mai 1952 wurde die Friedhofskapelle neu errichtet und eingeweiht. Der Rabbiner Dr. Felix Aber (der letzte Rabbiner der Bremer Gemeinde) war zu diesem Anlass (aus den U.S.A.) nach Bremen gekommen. Seit 1978 steht der Friedhof unter Denkmalschutz.

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