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Zwangsarbeiter

Zwangsarbeit bei der Bremer Wollkämmerei

1883 Gründeten Bremer Kaufleute in Blumenthal die Bremer Wollkämmerei. 1884 Nahm sie ihren Betrieb auf. Im Werk wurde Wolle, die hauptsächlich aus Neuseeland importiert wurde, gesäubert, sortiert und anschließend verarbeitet. Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die BWK zu den personalintensivsten Betrieben in Bremen. Als während des Zweiten Weltkrieges die deutsche Belegschaft immer mehr zur Wehrmacht […]

Massengräber auf den Friedhöfen der Michaelskirche in Neuenkirchen-Rekum

Auf den Friedhöfen der evang.-reformierten Michaels-Kirchengemeinde in Neuenkirchen-Rekum sind in den Jahren 1944-1945 mindestens 65 Fremd- und Zwangsarbeiter/innen, darunter auch Kleinkinder und Säuglinge dieser Arbeiterinnen, beigesetzt worden. Dies ergibt sich aus dem Gräberverzeichnis der zuständigen Friedhofsverwaltung. Diese Gräber existieren heute nicht mehr in Neuenkirchen. Die Toten wurden nach dem Krieg exhumiert. Ein Teil von ihnen […]

Zwangsarbeiter in Großwäscherei Hayungs

Bremen-Hastedt, Haltestelle Weserwehr. Wo sich heute die Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 3 befindet, liegen polnische ZwangsarbeiterInnen unter Trümmern begraben – wie viele, ist unklar, wie sie heißen, auch. Umgekommen sind sie am 12. Oktober 1944, bei einem alliierten Bombenangriff. Die Frauen, allesamt Zwangsarbeiterinnen der Großwäscherei Hayungs, saßen in einem behelfsmäßigen Erdbunker, den sie selbst gegraben […]

Baracke 27

Die “Baracke 27″ gehört zum Außenbereich des “Marinegemeinschaftslagers” II, welches 1939 zum Bau des “Kriegsmarine Öllagers Farge” in der Neuenkirchener Heide errichtet worden war. Sie stammt aus dem Winter 1944/45, ist also erst relativ spät gebaut worden. Wahrscheinlich sieht sie ähnlich aus, wie die anderen Baracken, die sich im Lager befanden. Es kann wohl als […]

Baracke Wilhelmine

Ab 1936 wurden von den Nazis auch in Bremen und Umgebung riesige Aufrüstungsprojekte gestartet, die die Wehrfähigkeit des deutschen Heeres vergrößern sollten. So wurde u.a. in Bremen-Farge angefangen mit dem Bau gewaltiger Tankanlagen, die für die Versorgung der Luftwaffe geplant waren. Das Lager ist bekannt unter dem Namen “Tesch”. Zwei Jahre  später fing dann die […]

Zwangsarbeit beim Rüstungslieferanten Theodor Klatte in Huchting

1936 siedelte sich in Kirchhuchting-Bremen die Metallwarenfabrik Theodor Klatte an. Es war der erste mittelständische Industriebetrieb im eher landwirtschaftlich geprägten Huchting, in dem bereits 1939, also noch vor Kriegsanfang, 450 Menschen beschäftigt waren. Sie war während des Zweiten Weltkriegs Zulieferbetrieb der Flugzeugindustrie und lieferte für diese Abgasanlagen und Triebwerke. Das Hauptwerk befand sich am Standort […]

Fünf Gräber auf dem Osterholzer Friedhof

Auf dem Osterholzer Friedhof sind fünf am 26.1.1944 in Emden gehenkte Ukrainer beerdigt. Es ist nicht bekannt, warum und wann sie in Bremen beerdigt wurden. Im Jahr 2010 gelang es der Ubbo Emmius Gesellschaft in Emden mit Herrn Bernhard Brahms einen Zeitzeugen der Erhängung der fünf Ukrainer zu finden. Er schildert in seinem Bericht, wie […]

Homme Hoekstra

Homme Hoekstra, geb. am 26.11.1911 in Leeuwarden/Niederlande als jüngstes von neun Kindern, kam am 17.06.1943 mit 15 weiteren niederländischen Zwangsarbeitern nach Bremen ins Lager Tirpitz am Schwarzen Weg 92, einem Gemeinschaftslager für die Deschimag/A.G. Weser. Der frühere Gemeindearbeiter sollte in der Maschinenbauhalle 2 Metallspäne bei den Drehbänken entfernen. Aufgrund wiederholter Äußerungen, dass Deutschland den Krieg nicht […]

Herbert Johanning besucht nach 65 Jahren Farge

Herbert Johanning wurde evangelisch getauft und erzogen, nach der Nazi-Begrifflichkeit war er „Halbjude“. Nachdem sein Vater sich weigerte, sich von seiner jüdischen Frau zu trennen, wurden er und sein Vater am 9. Oktober 1944 von der Gestapo Bremen einbestellt. Alle „Mischlinge ersten Grades“ und „jüdisch versippte” Männer wurden zu diesem Zeitpunkt zum geschlossenen Arbeitseinsatz in […]

Sammelstelle für Zwangsarbeiter

1.900 männliche und 116 weibliche Zwangsarbeiter forderte der Senator für das Bauwesen aus Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagern zur Trümmerbeseitigung und für Aufräumarbeiten nach den schweren Bombardierungen an. Nahezu alle Bremer Betriebe beschäftigten Zwangsarbeiter, vor allem aus der Sowjetunion und Frankreich. Es gab 16 Baukompanien, 6 Dachdecker- und 7 Glaserkompanien. Sammelstelle war Anfang 1945 der Grünenkamp.