In der Zeit vom 1. November bis 4. Dezember 1941 wurden aus dem Gebiet des Deutschen Reiches ca. 50 000 Juden in die Ghettos von Riga und Minsk deportiert. In Bremen stellte die Gestapo unter erzwungener Mitwirkung der Bremer Vertretung der Reichsvereinigung der Juden die Deportationsliste zusammen. Die 440 Betroffenen erhielten um den 11. November […]
Albert Müller wurde am 2.2.1915 in Bremen geboren, wo er am 22.9.1991 auch gestorben ist. Der gelernte Mauer war schon früh politisch aktiv in der Gewerkschaft, in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und SPD. 1931 trat Müller, nachdem er die SPD verlassen hatte, der Sozialistischen Arbeiter Partei (SAP) bei, der damals auch der spätere Bundeskanzler Willi Brandt angehörte. […]
Klaas Touber wurde am 27.7.1922 in Amsterdam geboren und starb am 23.01.2011 in Almere. Er war verheiratet mit Dirkje Touber-geb. van der Tweel und hatte zwei Kinder. Anfang 1943 wurde Klaas Touber als 20-Jähriger zwangsweise von den Nazis, die sein Land besetzt hatten, zum Arbeiten nach Deutschland verschleppt. In Bremen wurde er als Zwangsarbeiter auf der […]
Den anregenden Dokufilm „Vielleicht war ich ein Sonntagskind“ erstellte Miriam Breckhoff mit der Kollegengruppe der Stahlwerke Bremen, unterstützt von der IG Metall. Anfang der 80er Jahre begann eine kleine Gruppe von Betriebsräten und Vertrauensleuten Nachforschungen zur Geschichte der Hütte während des Faschismus und der Nachkriegszeit. 1984 mündeten die Recherchen in die Erstellung einer fundierten Broschüre […]
Hans Meier entstammte einer Bremer Arbeiterfamilie. Sein Vater war Maurer, seine Mutter Fabrikarbeiterin. Der Vater starb 1918 in einem Kriegslazarett, seine Mutter heiratete 1920 den Kommunisten und Binnenschiffer August Wittlake. Durch ihn bekam er Zugang zur Weltliteratur. Nach der Volksschule lernte er Maler und war u.a. bei der Atlaswerft in Bremen beschäftigt. 1931 trat er […]
Hermann Cornelius war als Arbeitersportler Gründer und Leiter des Arbeiter-Schachklubs in Grohn. Am 30. Januar 1933 wurde er verhaftet und bis Ende Mai 1933 im Gerichtsgefängnis Bremen-Lesum in „Schutzhaft“ gehalten und mehrfach verprügelt. Trotzdem setzte er seinen Widerstand danach fort. Am 26. Oktober 1936 wurde er erneut verhaftet und am 16. März 1938 wegen Hochverrats […]
Der Beamte Friedrich Linnemann, geboren 1903, arbeitete bei der Kripo in Bremen, ehe er 1937 zur Gestapo wechselte. Im „Judenreferat“, das im Nachbarhaus des Polizeihauses am Wall untergebracht war, bereitete er mit anderen die brutale Deportation der Bremer Juden 1941 nach Minsk mit vor. Ende 1943 ging Linnemann nach Athen und wurde dort Mitarbeiter im Judenreferat. In […]
In den Wall-Anlagen findet man ein Denkmal für das am 9. Juni 1942 von der deutschen Wehrmacht zerstörte tschechische Dorf Lidice. Die Zerstörung geschah als Racheakt für das Attentat auf den Reichsprotektor Reinhard Heydrich durch tschechische Widerstandskämpfer. Die männlichen Bewohner des Dorfes wurden ermordet, die Frauen in KZ’s verfrachtet. Kinder wurden entweder ermordet oder zur […]
Im Oktober 1943 errichtete die SS in Bremen-Farge ein Konzentrationslager, um den Bau des Werftbunkers „Valentin“ mit Arbeitskräften zu versorgen. Der Bunker war eines der größten Rüstungsprojekte der Nationalsozialisten. In seiner unmittelbaren Umgebung befanden sich sieben unterschiedliche Lager für Zwangsarbeiter*innen. Das KZ Bremen-Farge war ein Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg . Um die deutsche Wirtschaft […]
Vermutlich haben sich erst in napoleonischer Zeit jüdische Bewohner in Bremen dauerhaft niedergelassen, denn seit ca. 1600 bestand hier für sie ein striktes Niederlassungsverbot, das bis 1803 Gültigkeit hatte. Zeitweilig durften jüdische Händler nicht einmal tagsüber die Stadt betreten, um ihre Waren anzubieten. Anders war es im heutigen Stadtteil Hastedt, der bis Anfang des 19.Jahrhunderts […]