[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn]Obwohl der Domshof zur Bannmeile gehörte und obwohl der Senat die Kundgebung verboten hatte, planten die Nazis für den Tag vor der Reichstagswahl einen Aufmarsch auf den Domshof. Der Kommandeur der Schutzpolizei, W. Caspari machte keine Anstalten, um die gesetzwidrige Machtdemonstration der Nazis zu unterbinden. Statt die Position […]
Die bremische Kaufmannschaft, Vertreter der Industrie und der Schifffahrt kamen zu einer Kundgebung in der Halle der Bremer Börse zusammen. An dieser Versammlung nahm u.a. der Reichskommissar Markert teil. Die Rede hielt Konsul W. Biedermann, der Vizepräsident der Bremischen Handelskammer. Er war darin bemüht, mit der sog. Dochstoßlegende die „Waffenlosigkeit und Wehrlosigkeit [Deutschlands] inmitten eines […]
Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Bremer Kaffeeunternehmer Ludwig Roselius (02. Juni 1874 – 15. Juni 1943) damit, die Häuser der Böttcherstraße aufzukaufen. Der Kunstmäzen und Kaffeeröster, Erfinder des koffeinfreien Kaffee HAG, ist nach dem Ersten Weltkrieg zusammen mit dem rechtsextremen Putschisten Wolfgang Kapp und Großadmiral Alfred von Tirpitz Gründer der völkischen und […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn]Bereits am 7. März 1933 traf ein Telegramm des Reichsinnenministers beim Bremer Senat ein, in dem er aufgefordert wurde, die Bremer Volkszeitung, das Organ der SPD und der Freien Gewerkschaften „wegen ständiger Verhetzung“ für eine Woche zu verbieten. Dies geschah mit Bezug auf die „Verordnung des Reichspräsidenten vom […]
In Woltmershausen entstand am Warturmer Platz (damals Heimweg) 1936 die nationalsozialistische „Wohnungsfürsorgeanstalt“. Faktisch handelte es sich um einen abgeschlossenen Einrichtungskomplex für häufig kinderreiche „Gemeinschaftsfremde“ und „sozialschädliche Elemente“, wie sie im NS-Jargon genannt wurden. In diese Einrichtung wurden zwangsweise stigmatisierte Menschen zur „Erziehung“ im Sinne der Nazi-Ideologie eingewiesen. Außerdem sollten die Männer einer regelmäßigen Arbeit nachgehen. […]
[fn]Zit n. W. Hundertmark; bearbeitet von Redaktionsgruppe SPURENSUCHE[/fn]Im Jahre 1932 führte die KPD im „Veranstaltungs- und Restaurationslokal Casino“ Einheitsfrontveranstaltungen durch. Bis zur Errichtung der faschistischen Diktatur fanden hier auch von der KPD organisierte Filmveranstaltungen statt, die bei der Arbeiterschaft sehr beliebt waren. Aber auch der Herausgeber des „Stürmers“, Julius Streicher, hielt hier eine Hetzrede unter […]
Hermann Jelken ist dem „Euthanasie“-Programm der Nazis zum Opfer gefallen. Der 37-jährige aus der Wilhelmstraße 27 wurde im Dezember 1943 als Nervenkranker deportiert. Seine letzte freiwillig gewählte Adresse existiert nicht mehr. Das Haus stünde heute im nördlichen Teil des Rembertikreisels. Mehr zu Hermann Jelken
Luise Röhrs wurde am 13. August 1913 in Paderborn als Tochter von Wilhelm Göbelsmann und seiner Ehefrau geboren. Sie heiratete 1932 Dietrich Otten, die Ehe wurde 1942 geschieden. Sie arbeitete als Köchin bei einer Luftwaffeneinheit in Bassum. Beim Fliesenputzen in der Küche bedauerte sie am 21. Juli 1944, dass das Attentat vom Vortag auf Hitler […]
Das „Ehrenmal“ für die Gefallenen beider Weltkriege sowie der Opfer der Konzentrationslager wurde 1951 eingeweiht. Neben einer bereits 1944 von dem Bildhauer Paul Halbhuber begonnenen Anlage für Bombenopfer wurden zwischen 1947 und 1969 nach Plänen von Gartenbaudirektor Erich Ahlers auf Grabfeldern des ältesten Friedhofsteiles fünf weitere Ehrenanlagen für Soldaten, ehemalige Häftlinge in Konzentrationslagern und andere […]
Über 130 Bunker wurden ab Herbst 1940 auf Bremens öffentlichen Flächen errichtet. Der erste war der Hochbunker an der Zwickauer Straße in Findorff. Das „Sofortprogramm“ wurde mit diesem Bunker begonnen, er ist damit das älteste Bauwerk seiner Art in Bremen. In dieser frühen Phase waren die Standardwerte für Wandstärke 1,10 m und Deckenstärke 1,40 m.